Überzuckerung (Hyperglykämie)

= Nüchtern Glukosegehalt von mehr als 100 mg/dl bzw.140 mg/dl;  2 Stunden nach dem Essen

 

Entwickelt sich, anders als eine Unterzuckerung, langsam über Stunden bis Tage

Steigen die Blutzuckerspiegel auf sehr hohe Werte an – z.B. wenn bei Diabetes zu wenig Insulin gespritzt wurde, kann dies eine lebensbedrohliche Situation hervorrufen, das sogenannte diabetische Koma.

 

2 Formen der Diabetisches Koma (Hyperglykämischer Schock) - Diabeteskomplikation

= lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung mit extrem hohen BZ-Werte und Bewusstsein Verlust

akute Notfallsituation

 

Warnsymptome:

  • Erbrechen

  • gesteigertes Durstgefühl

  • krankhaft erhöhte Urinausscheidung

  • Schwäche

  • gesteigerte Atemfrequenz

  • Zeichen einer Austrocknung

 

Mögliche Auslöser einer Überzuckerung

  • Infekte

  • Übelkeit und Erbrechen

  • körperlicher oder seelischer Stress

  • Spritzfehler (zu wenig Insulin gespritzt)

  • Medikamenten-Einnahmefehler

 

1 Form: Ketoazidotisches Koma (BZ 300-700mg/dl)

oft als Erstmanifestation bei Typ1

beim Patienten in Behandlung (erhöhte Insulinbedarf infolge Infekt oder Dosierungsfehler)

da keine Glukose in der Zelle→ versucht den Körper (anstatt in Glukoseform) anderweitig Energie bereitzustellen

→ die Leber produziert Ketonkörper welche aus Lipiden (Fette) gespaltet werden (Ketogenese)

→ da diese sauer sind→ übersäuert das Blut → Azidose (Ketoazidose)

Kussmaul-Atmung (tiefe und betonte Atmung bei normaler Frequenz) - als respiratorische Kompensation

→ führt zum Koma (mit Acetongeruch des Atems)

bis zur Nierenversagen

 

2 Form Hyperosmolare Koma (BZ bis zu 1000mg/dl) bei Typ2

= Volumenmangelschock

bei mangelnder Therapie bzw. falschem Essverhalten kommt es zu:

  • erhöhte Blutzuckerspiegel

  • vermehrt gelöste Teile in Blut (gesteigerte Osmolarität)

→ aus den Zellen tritt Flüssigkeit ins Blut

Zellschädigung und Flüssigkeitsverlust 

  • beim BZ-Spiegel über 180mg/dl→ Nierenschwelle erreicht!→ hohe Ausscheidung von Glukose mit dem Urin(ca.6-8L)

→ Abnahme der Körperflüssigkeit bzw. des Körperwassers mit Austrocknung als Folge

→ Elektrolytmangel

Bewusstseinsstörung

Koma (Volumenmangelschock)

Nierenversagen

 

Was ist die Nierenschwelle?

= die maximale Rückresorptionskapazität der Niere für eine bestimmte Substanz (z.B. Glukose bei180mg/dl oder 180mg%)

Das heißt, wenn die Glukose im Blut einen Wert von 180mg/dl übersteigt, wird die Rückresorptionskapazität der Niere überschritten und Glukose ist im Harn nachweisbar.

 

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